Stunde 4
Motto der Stunde: „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss
vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr
feststellen, dass man Geld nicht essen kann“
(Prophezeiung der Cree-Indianer)
Thema: Natur und Wetter
Unterthema: Schützt unsere Welt!
Lernziele:
Materialien: das Lehrbuch „Deutsch“ 10.Klasse, I.Sawtschuk, Kopievorlagen mit
Lückentext, Multimedia-System.
Lernaktivitäten: Arbeit am Wortschatz, Grammatik und der Sprechfertigkeit,
Gruppenarbeit, Unterrichtsgespräch.
Stundenverlauf
I. Begrüßung und Motivation
Lehrer: In der heutigen Stunde machen wir mit der Kommunikation zum Thema „Natur“ weiter. Es wurde schon viel zu diesem Thema gesagt. Und heute möchte mit einer Sage beginnen.
Es lebte in einer Gegend ein weiser Mann. Er hatte viele Schüler und war unter den Leuten sehr beliebt. Es gab keine Frage in der Welt, die er nicht beantworten konnte. Die Menschen aus allen Gegenden kamen zu ihm, um ihn um Rat zu bitten. Das hat großen Neid bei einem seiner Schüler hervorgerufen. Er wollte seinen Lehrer vor allen bloßstellen und er hat sich einen hinterhältigen Plan ausgedacht. Der Schüler nahm einen Schmetterling in die Hände und hatte Folgendes vor: „Ich gehe zu meinem Lehrer und frage ihn, ob das, was ich in den Händen habe tot oder lebendig ist. Wenn er sagt, es ist tot, lasse ich den Schmetterling frei. Wenn er sagt, es ist lebendig, drücke ich den Schmetterling unbemerkbar zu Tode. So oder so, der Lehrer blamiert sich.“
Und so kam der junge Mann zum seinem Meister und hat seine Frage gestellt. Der Weise sah ihm direkt in die Augen und antwortete; „Alles liegt in deinen Händen!“
Und es ist tatsächlich so. Wir allein machen unser Leben zu dem, was es ist. In Begleitung dieser weisen Worte möchte ich, dass ihr heute zum Thema „Schützt unsere Welt!“ eure Meinung sagt.
In der Stunde sprechen wir über die Möglichkeit unsere Welt zu retten. Wir arbeiten in den Gruppen, lernen ein neues grammatisches Thema „Konditionalsätze“, machen schriftliche grammatischen Übungen, entwickeln unsere monologische Sprechfertigkeit und üben die Fertigkeiten des Hörverstehens.
Mundgymnastik
Die Schüler lesen das Gedicht von Theodor Fontane und nehmen die Stellung zum Inhalt.
Es kann die Ehre dieser Welt
Dir keine Ehre geben,
Was dich in Wahrheit hebt und hält,
Muß in dir selber leben.
II . Kontrolle der Hausaufgabe
Übung 5, Seite 62-63 (schriftlich beantworten);
einen Bericht über die Naturkatastrophen vorigen Jahres in der Welt schreiben (nach Wunsch).
III. Arbeit an der Grammatik
Aufgabe 1 – Aktivierung der Vorkenntnisse
Der Lehrer stellt den Schülern einige Fragen zum Thema „Satzgefüge“:
2) Wie heißen die Sätze im Satzgefüge?
Aufgabe 2 – Erklärung und Bewusstmachen des Themas Konditionalsätze:
(Übung 2, Seite 69) – auf die Leinwand projektiert.
IV. Entwicklung der schriftlichen Fertigkeiten
Die Schüler machen die Übung 3, Seite 69 schriftlich, schreiben die Sätze und unterstreichen das Prädikat im Haupt- und Nebensatz.
Übung 3, Seite 69
Wenn alle Menschen und Staaten für die Natur sorgen, dann retten wir gemeinsam unseren Planeten.
Wir retten unseren Planeten, wenn alle Menschen und Staaten für die Natur sorgen.
Wenn jeder Mensch einen Baum pflanzt, dann ist die Luft viel reiner.
Falls der Wald stirbt, dann sterben bald die Menschen.
Wenn die Schüler unserer Klasse an diesem Umweltschutzprojekt teilnehmen, so wird unser kleiner Fluss wieder rein.
Wenn es morgen nicht regnet, gehen wir in den Park Bäume pflanzen.
Falls du schon gesund bist, kannst du auch mitgehen.
Ich kann dir einen Rat geben, wenn du Probleme hast.
Falls ich dich heute treffe, kann ich dir über unser Projekt erzählen.
Wenn du in den Sommerferien wieder im Gemüsegeschäft arbeitest, so kannst du dir ein Fahrrad kaufen.
V. Entspannungspause
Die Schüler sollen mit verschiedener Intonation folgenden Satz sagen:
Wenn ich nach Hause kam, begann es zu regnen.
Die Schüler sagen es : Neutral, interessant, laut, leise, wütend, freundlich, aufgeregt, schnell, langsam, beunruhigt, gelangweilt.
VI. Gruppenarbeit:
Die Schüler bilden vier Gruppen und erstellen die Regeln ihrer lebenswerten Zukunft. Jede Gruppe soll Regeln auf ein großes Papierblatt zu folgenden Themen schreiben:
10)Ich will alles tun, um ein umweltbewusster Bürger zu sein.
Nach dem Schreiben präsentieren die Gruppen ihre Regeln vor der Klasse und vergleichen sie. Dann werden die Regeln an der Tafel aufgehängt.
VI. Arbeit an dem monologischen Sprechen
Die Schüler setzen sich in den Kreis, um sprechen Kettenweise jeder einen Satz, der beginnt mit „Wenn/Falls ich die Welt schützen will, dann…“
VII. Entwicklung die Fertigkeiten des Hörverstehens.
Der Lehrer liest den Text und die Schüler hören ihn und ergänzen die Lücken:
Die Natur
(Auszug)
J.W.Goethe
Natur! Wir sind von … umgeben und umschlungen – unvermögend, aus ihr herauszutreten, und unvermögend, … in sie hineinzukommen. Ungebeten und unverwarnt nimmt sie uns in den Kreislauf ihres … auf und treibt sich mit uns fort, bis wir ermüdet sind und ihrem Arme ….
Sie schafft …neue Gestalten; was da ist, war noch nie, was war, kommt nie wieder – alles Alte.
Wir leben … in ihr und sind ihr fremde. Sie spricht unaufhörlich mit uns und verrät uns ihr … nicht. Wir wirken beständig auf sie und haben …keine Gewalt über sie.
… Sie baut immer und zerstört … , und ihre Werkstätte ist unzugänglich…
Sie hat … Sprache noch Rede, aber sie schafft … und Herzen, durch die sie fühlt und ….
IX. Schlussfolgerung und Bewertung der Schülerarbeit
Lehrer:
Auch heute bin ich mit euren Leistungen zufrieden. Wir haben viel geschafft.
Was hat euch in der Stunde besonders gefallen? Was fiel euch schwer?
Der Lehrer bewertet die Schüler und macht das Fazit der Stunde
Ich möchte, dass ihr die Worte unserer Stunde euch zum Herzen nimmt. Vergesst nicht: Der Mensch ist der größte Freund und gleichzeitig der größte Feind der Natur. Er macht oft Fehler. Und „Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann“. Denkt daran – alles liegt in euren Händen!
X. Hausaufgabe
Übung 5-6 Seite 70-71 (Den Text lesen, die unbekannten Wörter ins Vokabelheft eintragen, die Fragen der Übung 6 - schriftlich beantworten);
einen Artikel in die Schülerzeitung „Schütz unsere Welt!“ schreiben (nach Wunsch).
Anhang
Lösung zum Lückentext
Die Natur
(Auszug)
J.W.Goethe
Natur! Wir sind von ihr umgeben und umschlungen – unvermögend, aus ihr herauszutreten, und unvermögend, tiefer in sie hineinzukommen. Ungebeten und unverwarnt nimmt sie uns in den Kreislauf ihres Tanzes auf und treibt sich mit uns fort, bis wir ermüdet sind und ihrem Arme entfallen.
Sie schafft ewig neue Gestalten; was da ist, war noch nie, was war, kommt nie wieder – alles Alte.
Wir leben mitten in ihr und sind ihr fremde. Sie spricht unaufhörlich mit uns und verrät uns ihr Geheimnis nicht. Wir wirken beständig auf sie und haben doch keine Gewalt über sie.
… Sie baut immer und zerstört immer, und ihre Werkstätte ist unzugänglich…
Sie hat keine Sprache noch Rede, aber sie schafft Zungen und Herzen, durch die sie fühlt und spricht.
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Mischtschenko O.