Die Bibel entdeckenDie Bibel entdeckenDie BibDie Bibel entdeckenel entDie Bibel entdeckendeckenDie Bibel entdeckenDie Bibel entdeckeDiDie Bibel entdeckene Bibel entdeckennDie Bibel entdecken
Лисанівці
2013 р.
Схвалено на засіданні методичної ради відділу освіти, молоді та спорту Старосинявської районної державної адміністрації.
Протокол №1 від 19.02.2014 р.
Укладачі: Безсмертна Катерина Іванівна, Колеснікова Тетяна Олександрівна, Луцишина Антоніна Анатоліївна – вчителі німецької мови Лисанівського навчально-виховного комплексу «загальноосвітня школа І-ІІ ступенів, дошкільний навчальний заклад».
Рецензенти: Дацюк Лариса Володимирівна – завідуюча районним методичним кабінетом, методист іноземних мов.
У посібнику зібрано оповідки та притчі з Біблії для дітей та поезія відомих німецьких авторів, в яких висвітлено шляхи духовного розвитку та самовдосконалення особистості.
Розроблені завдання спрямовані на розвиток комунікативних, мовленнєвих, творчих та духовних компетенцій школярів.
Призначено для вчителів німецької мови та учнів 5-9 класів.
Inhalt
VORWORT…………………………………………………………………..........5
JESUS ALS KIND………………………………………………………………...6
Maria erwartet ein Kind…………………………………………………………….7
Maria besucht ihre Verwandte Elisabeth………………………………………….10
Der Engel kommt zu Josef………………………………………………………..12
Jesus ist geboren…………………………………………………………………..14
Ein Engel sagt Hirten: „Ein Kind ist geboren!“…………………………………..16
Weise Männer folgen einem Stern………………………………………………..19
Das Kind Jesus unterhält sich mit religiösen Lehrern…………………………….23
JESUS TUT WUNDER…………………………………………………………25
Jesus ist Gast bei einer Hochzeit………………………………………………….26
Jesus heilt einen gelähmten Mann………………………………………………...30
Jesus macht viele hungrige Leute satt…………………………………………….33
Jesus geht auf dem Wasser………………………………………………………..36
Ein Freund von Jesus stirbt………………………………………………………..38
Jesus besucht das Haus von Lazarus……………………………………………...40
Jesus macht Lazarus wieder lebendig……………………………………………..42
Eine überraschende Begegnung…………………………………………………..44
Das verlorene Schaf……………………………………………………………….48
Jesus sucht Menschenfischer……………………………………………………...50
WAS DIE BIBEL LEHRT…................................................................................54
Die anderen Brücken……………………………………………………………...55
Der unerkannte Gast………………………………………………………………57
Katharina und Maxentius…………………………………………………………60
Vom verlorenen Sohn……………………………………………………………..64
Warum feiern wir eigentlich Weihnachten?............................................................67
“Weiße Weihnachten”…………………………………………………………….70
Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt……………………………………………73
Der große Tag kommt näher………………………………………………………76
Endlich Schnee!......................................................................................................79
POETISCHE GEISTLICHE PERLEN………………………………………..82
Weihnachten………………………………………………………………………83
Anbetung………………………………………………………………………….84
In einem kleinen Apfel……………………………………………………………85
Nun ist das Korn geschnitten……………………………………………………...86
Täglich zu singen………………………………………………………………….87
Frühlingsglaube…………………………………………………………………...88
Sommer……………………………………………………………………………89
Literaturverzeichnis………………………………………………………………90
Vater unser im Himmel
Geheiligt werde Dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe wie im
Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigen.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Mt.6, 9-14
Das Leben ist heutzutage sehr dynamisch. Und der Mensch fühlt sich selbst mal mächtig, mal hilflos und schwach. Geld und Politik, Brutalität und Neid, technischer Fortschritt und Armut, Kriege und Naturkatastrophen…
Und in der Mitte dieses unmenschlichen Chaoska steht das KIND, das zur Welt kommt, heran wächst und sich entwickelt und nach dem Licht stirbt. So streckt sich die Blume der Sonne entgegen.
So streckt sich das KIND dem GOTT entgegen. Die Seele jedes Kindes ist rein, darum kann sie mit Gott sprechen und Gott zuhören, sich Gottesliebe und erfühlen und erleben. Jedes Kind ist offenherzlich und hat ein großes Glück mit Gott zu sprechen.
Wir, die Autoren des Buches „Mit Jesus gehen“ möchten allen Lesern den Weg zum Gott, zur Ewigkeit, zum Guten zur Geistlichkeit entdecken.
Maria erwartet ein Kind
Gott hat die Welt geschaffen und alles, was darauf lebt. Eines Tages schickte er einen Engel mit Namen Gabriel auf die Erde. Er sollte einer jungen Frau, die Maria hieß, eine Nachricht bringen. Maria wohnte in einer Stadt mit Namen Nazareth.
Maria war mit Josef verlobt. Die beiden wollten bald heiraten. Josef war mit dem König David verwandt, von dem man im Alten Testament der Bibel viel lesen kann. Maria und Josef waren aber beide arme Leute.
In dieser Zeit waren die Menschen in Israel nicht sehr glücklich. Die Römer hatten das Land besetzt und quälten die Menschen oft sehr. Aber einst würde eine bessere Zeit kommen. Dies hatte Gott versprochen. Ein Kind sollte geboren werden, und wenn es groß sein würde, sollte es die Menschen wieder frei und glücklich machen. Viele warteten darauf. Ob diese Zeit bald kommen würde?
Eines Tages war Maria allein zu Haus. Da kam ein Engel Gottes zu ihr. Er sprach mit ihr und sagte: „Sei gegrüßt, Maria! Gott, der Herr, ist mit dir, und er hat dich ganz besonders gesegnet!“
Maria war sehr überrascht, und sie hatte etwas Angst. Sie dachte: Was meint er wohl? Ich soll gesegnet sein?
Aber der Engel sprach zu ihr: „Hab keine Angst, Maria. Ich bin gekommen, um dir eine frohe Botschaft zu bringen. Gott hat mich gesandt. Es wird nicht mehr lange dauern, dann wirst du einen Sohn bekommen. Den sollst du Jesus nennen. Er wind groß sein und wird „Sohn des höchsten Gottes“ genannt werden. Gott wird ihm zum König machen, zu einem König, wie David es war. Doch dein Sohn wird immer König bleiben“.
Maria fragte den Engel: „Aber wer soll denn der Vater des Kindes sein? Denn ich bin ja noch nicht verheiratet?“
Da antwortete der Engel: „Der Geist Gottes wird über dich kommen, seine Kraft wird es tun. Darum wird es auch kein gewöhnliches Kind sein, und es wird Gottes Sohn genannt werden“.
Und er sprach weiter: „Erinnerst du dich an Elisabeth, deine Verwandte? Die Leute sagen, dass sie keine Kinder mehr bekommen kann, weil sie schon zu alt ist. Aber auch sie bekommt einen Sohn. Sie ist schon im sechsten Monat schwanger. Für Gott ist nichts unmöglich“.
Da sagte Maria: „Ich will ganz für Gott da sein und ihm gehorchen. Es soll alles so geschehen, wie du gesagt hast“. Da kehrte der Engel wieder zurück in den Himmel.
(nach Lukas 1, 26-38)
Wortverzeichnis
verlobt sein – заручитися;
heiraten – одружуватися;
verwandt sein – поріднитися;
quälen – мучити;
segnen – благословляти, давати згоду;
schwanger sein – бути вагітною;
gehorchen – слухатися, коритися.
Die Aufgaben zum Text.
…– schuf – geschaffen;
…– schickte –…;
heißen – hieß –…;
bringen –…– gebracht;
…– war – gewesen;
haben –…– gehabt;
warten –…–…;
…–…– gekommen;
sprechen – sprach –…;
nennen – nannte –…;
zurückkehren –…– zurückgekehrt.
Maria besucht ihre Verwandte Elisabeth
Kurze Zeit nachdem der Engel sie besucht hatte, machte sich Maria auf den Weg, um Elisabeth zu besuchen. Sie eilte zu einer Stadt im Bergland von Judäa. Dort ging sie zu dem Haus von Zacharias, dem Mann von Elisabeth. Als Elisabeth ihren Gruß hörte, bewegte sich das Kind in ihrem Bauch.
Elisabeth wurde von Gottes Geist erfüllt und rief: „Gott hat dich mehr als alle anderen Frauen gesegnet, und gesegnet ist das Kind, das zur Welt bringen wirst! Wer bin ich, dass die Mutter meines Herrn mich besucht?
Sofort als ich deinen Gruß hörte, bewegte sich das Kind vor Freude in meinem Bauch. Du darfst dich freuen, denn du hast geglaubt, dass Gottes Botschaft an dich sich erfüllen wird“.
(nach Lukas 1, 39-45)
Wortverzeichnis
eilen(eilte, geeilt) – поспішати;
sich bewegen(bewegte sich, sich bewegt) – рухатися;
der Bauch – живіт;
der Geist – дух;
sich erfüllen – здійснюватися;
die Botschaft – благословення.
Die Aufgaben zum Text.
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Der Engel kommt zu Josef
Josef ____(1) ein guter und anständiger Mann. Er wollte Maria nicht vor ____(2) Leuten bloßstellen. ____ (3)hatte er entschieden, sich heimlich von Maria ____(4) trennen.
Während er aber noch darüber nachdachte, erschien ihm im Traum ____(5)von Gott. Er sagte zu ihm: „Josef, habe keine Angst, Maria als deine Frau zu nehmen. Denn das Kind, das sie ____(6), kommt von Gottes ____(7). Sie wird einen Sohn haben. Den sollst du ____ (8)nennen. Jesus heißt: „Gott rettet“. Er wird die Menschen seines Volkes von ihrer Schuld ____(9)“.
Alle diese Dinge passierten, ____ (10)Gottes Versprechen in Erfüllung ging. Er hatte nämlich schon im Alten ____(11)durch einen Propheten von der Geburt Jesu geredet. Er hatte gesagt: „Eine Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn zur Welt bringen. Den wird man Immanuel nennen“. Der Name bedeutet: „Gott ist ____ (12)uns“.
____ (13)Josef von diesem Traum aufwachte, tat er, was der Engel Gottes ihm befohlen hatte. Er ____ (14)Maria. Sie lebten aber bis zur Geburt ihres Sohnes nicht zusammen. Und Josef gab ihm ____(15)Jesus.
(nach Matthäus 1, 19-25)
Wortverzeichnis
anständig – порядний, пристойний;
bloßstellen – викривати;
die Schuld – провина;
in Erfüllung gehen – збуватися;
das Testament – Заповіт;
der Traum – сон;
aufwachen – прокидатися;
befehlen – наказувати.
Die Aufgaben zum Text.
Jesus ist geboren
A). Alles war schon voll. Maria wusste aber, dass sie bald ihr Kind bekommen würde. Endlich fanden sie noch einen Platz in einem Stall. Hier konnten sie für die Nacht bleiben.
B). Auch Josef und Maria mussten gehen. Josef ging von Nazareth, in der Provinz Galiläa, nach Bethlehem, das in Judäa liegt. In Bethlehem war von langer Zeit der König David geboren. Und da Josef zu Davids Familie gehörte, musste er sich in Bethlehem in die Liste eintragen.
C). Zu jener Zeit, in der dies alles geschah, herrschte der römische Kaiser Augustus über das römische Reich. Er befahl allen Leuten, dass sie sich in Steuerlisten eintragen sollten. Jeder musste dafür in seine Geburtsstadt gehen. Dort lag eine Liste aus.
D). In dieser Nacht geschah dann das Wunderbare. Maria bekam ihren ersten Sohn. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe. Jesus war geboren!
E). Maria, die mit ihm verlobt war, ging mit ihm. Es war ein sehr langer Weg. Sie waren sehr müde, als sie endlich in Bethlehem ankamen. Aber weil so viele Leute unterwegs waren, fanden sie keinen Platz mehr im Gasthaus, um dort zu übernachten.
(nach Lukas 2, 1-7)
Wortverzeichnis
das Reich – імперія; правління;
geschehen – траплятися;
herrschen – панувати;
übernachten – ночувати;
der Stall – хлів, стайня; сарай;
ein Kind in die Windeln wickeln – за пеленати дитину;
die Krippe – ясла.
Die Aufgaben zum Text.
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der römische Kaiser Augustus
Ein Engel sagt Hirten: „Ein Kind ist geboren!“
In der Nacht, als Jesus geboren wurde, waren einige Hirten auf ihren Feldern in der Nähe von Bethlehem. Sie passten auf ihre Herde auf. Da kam plötzlich ein Engel Gottes zu ihnen. Um sie herum strahlte es ganz hell. Die Hirten bekamen Angst.
Der Engel sagte aber zu ihnen: „Habt keine Angst! Ich bringe euch eine gute Nachricht. Sie wird alle Menschen ganz froh machen. Heute wurde in der Stadt von König David euer Retter geboren. Es ist Christus, der Herr. Geht schnell hin! Schaut es euch selbst an! Er liegt in einer Krippe und ist in Windeln gewickelt.“
Dann kamen plötzlich noch mehr Engel vom Himmel. Sie stellten sich zu dem ersten Engel.
Gemeinsam sangen sie, um Gott zu loben. Sie riefen: „Alle Ehre gehört Gott im Himmel! Sein Friede kommt auf die Erde zu den Menschen, weil er sie liebt!“
Als die Engel wieder in den Himmel zurückgekehrt waren, sprachen die Hirten zueinander: „Kommt schnell, wir wollen nach Bethlehem gehen. Dann wollen wir sehen, was dort geschehen ist, wovon der Engel uns erzählt hat.“
Da liefen sie schnell über das dunkle Feld. Sie kamen nach Bethlehem und fanden den Stall mit Maria und Josef. Das Kind lag in der Krippe. Als die Hirten Jesus sahen, erzählten sie seinen Eltern, was der Engel über das Kind gesagt hatte. Alle, die davon hörten, waren sehr erstaunt über das, was die Hirten erzählten. Maria aber musste immer wieder darüber nachdenken, was geschehen war.
Nun liefen die Hirten wieder zu ihren Herden zurück. Sie waren sehr glücklich! Sie sangen Gott ein Loblied und dankten ihm für das, was sie gesehen und gehört hatten. Es war alles so gewesen, wie der Engel es ihnen gesagt hatte.
(nach Lukas 2, 8-20)
Wortverzeichnis
der Hirt – пастух;
aufpassen(auf Akk.) – доглядати; слідкувати;
die Herde – отара; череда; табун.
die Nachricht – звістка, повідомлення;
der Retter – рятівник;
loben – хвалити;
plötzlich – раптом;
die Ehre – честь, шана; повага;
der Frieden – мир, згода;
zurückkehren – повертатися;
dunkel – темний;
erstaunt sein – бути здивованим.
Die Aufgaben zum Text.
H_rt_n, B_thl_h_m, _ng_l, str_hl_n, N_chr_cht, R_tt_r, Chr_st_s, Kr_pp_, F_ld, M_r_ _, J_s_f, gl_chl_ch, L_bl_ _d.
Weise Männer folgen einem Stern
Als Jesus in Bethlehem geboren wurde, war Herodes König in Judäa. Bald nach seiner Geburt kamen gelehrte und erfahrene Männer aus dem Osten nach Jerusalem. Sie hatten die Sterne genau beobachtet.
Sie fragten die Leute: „Wo ist das neugeborene Kind, das König der Juden werden wird? Wir haben seinen Stern aufgehen gesehen. Nun sind wir gekommen, um es zu verehren.“
Als der König Herodes davon hörte, regte er sich sehr auf. Und mit ihm zusammen alle Leute in Jerusalem. Er rief die wichtigen religiösen Leute zusammen, die alles aus der Bibel wussten. Er fragte sie: „Wo soll der versprochene König geboren werden?“
Sie antworteten: „In der Stadt Bethlehem in Judäa. Denn so hat der Prophet schon vor langer Zeit geschrieben: „Du Bethlehem in Judäa! Du bist sehr wichtig unter den Städten in Judäa, denn aus dir wird der Mann kommen, der mein Volk Israel schützen und leiten soll.“
Dann ließ der König die weisen Männer aus dem Osten heimlich zu sich rufen. Er wollte genau wissen, wann sie den Stern zu ersten Mal gesehen hatten. Anschließend schickte er sie nach Bethlehem und sagte: „Geht und sucht sorgfältig nach dem Kind. Und wenn ihr es gefunden habt, kommt zurück und sagt es mir. Ich will auch gehen und es verehren.“
Die weisen Männer hörten, was der König zu ihnen sagte. Dann gingen sie weg. Unterwegs sahen sie wieder denselben Stern, den sie schon am Anfang ihrer Reise gesehen hatten. Wie froh waren sie, als sie den Stern wieder sahen!
Der Stern zog vor ihnen her. Dann blieb er stehen. Genau über der Stelle, wo das Kind war. Sie gingen in das Haus und sahen das Kind mit seiner Mutter Maria. Sie waren sehr froh. Sie knieten nieder und verehrten es. Dann öffneten sie ihre Taschen und gaben dem Kind Geschenke. Sie gaben ihm Gold und teure Parfüms.
Später warnte Gott sie in einem Traum, nicht zu dem König Herodes zurückzukehren. Denn der König wollte dem Kind etwas Böses antun. So reisten sie auf einem anderen Weg in ihre Heimat zurück.
(nach Matthäus 2: 1-12)
Wortverzeichnis
der Stern – зірка;
beobachten – спостерігати;
neugeboren – новонароджений;
sich aufregen – хвилюватися, нервуватися;
versprechen – обіцяти;
heimlich – таємний;
anschließend – потім, безпосередньо, після.
sorgfältig – старанний, сумлінний;
verehren –поважати, шанувати;
unterwegs – дорогою;
niederknien – впасти на коліна.
Die Aufgaben zum Text.
Zum Beispiel: werden – wurde – geworden.
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Das Kind Jesus unterhält sich mit religiösen Lehrern
Jedes Jahr gingen die Eltern von Jesus nach Jerusalem. Dort feierten sie das jüdische Passahfest. Alle Menschen im Land Israel gingen dorthin.
Als Jesus zwölf Jahre alt war, nahmen sie ihn zu ersten Mal mit. Es gefiel ihm in Jerusalem, und besonders gerne war er im Tempel.
Als das Fest vorbei war, machten sich alle wieder auf den Heimweg. Aber Jesus blieb in Jerusalem. Seine Eltern wussten davon nichts. Sie dachten, Jesus wäre mit anderen Leuten zusammen gegangen. Sie gingen einen ganzen Tag lang. Erst dann begannen sie, bei ihren Freunden und Verwandten nach ihm zu suchen. Als sie ihn nirgends finden konnten, gingen sie zurück nach Jerusalem. Dort suchten sie Jesus überall.
Nach drei Tagen fanden sie ihn endlich im Tempel. Er saß dort zusammen mit jüdischen Lehrern. Er hörte ihnen zu und stellte Fragen. Jeder, der ihn hörte, war sehr erstaunt und verwundert darüber, wie klug er war und welch gute Antworten er gab.
Seine Eltern waren sehr erstaunt, aber auch sehr böse, als sie ihn hier fanden. „Mein Sohn, warum hast du uns das angetan?“, rief Maria. „Dein Vater und ich haben dich ganz verzweifelt gesucht!“
Jesus antwortete ihnen: „Warum habt ihr mich denn gesucht? Habt ihr nicht gewusst, dass ich im Haus meines Vaters sein muss?“ Sie konnten aber seine Antwort nicht verstehen.
Nun ging Jesus wieder mit seinen Eltern zurück nach Nazareth. Er war ein sehr gehorsamer Sohn und tat, was man ihm sagte. Seine Mutter musste aber immer wieder darüber nachdenken, was geschehen war.
Jesus wuchs auf und wurde ein Mann, und er war sehr klug und verständig. Gott hatte seine Freude an ihm, und die Menschen hatten ihn sehr gerne.
(nach Lukas 2, 41-52)
Wortverzeichnis
feiern – святкувати;
der Heimweg – дорога додому;
der Tempel – храм;
verwundern – дивуватися;
verzweifelt – зневірятися;
gehorsam – слухняний;
nachdenken – міркувати;
verständig –тямущий, кмітливий.
Die Aufgaben zum Text.
_lt_rn, J_s_s, M_nsch_n, j_d_sch_, T_mp_l, H_ _mw_g, P_ ss_ f_st, V_rw_ndt_n, J_r_s_l_m, L_hr_r, _rst_ _ nt, b_s_, S_hn, V_t_r, z_r_ckg_h_n, g_h_rs_m, n_chd_nk_n.
Jesus ist Gast bei einer Hochzeit
Eines Tages war eine große Hochzeit in der Stadt Kana. Viele Leute waren eingeladen, auch Jesus, seine Mutter Maria und seine Freunde.
Die Gäste auf der Hochzeit tranken so viel, dass die Gastgeber plötzlich keinen Wein mehr hatten. Da sagte Maria zu Jesus: „Es ist kein Wein mehr da!“ Aber Jesus antwortete ihr nur: „Mutter, du hast mir nicht zu sagen, was ich zu tun habe. Meine Zeit ist noch nicht gekommen.“
Maria gab nicht so schnell auf. Sie ging zu den Dienern und sagte ihnen: „Wenn Jesus auch etwas sagt, dann tut es“.
Vor dem Essen hatten die Gäste ihre Hände gewaschen. In einer Ecke standen noch die sechs Tonkrüge, in denen das Wasser gewesen war. In jeden dieser Krüge passten hundert Liter Wasser. Jesus sagte zu den Dienern: „Füllt diese Krüge mit Wasser!“ Die Diener gehorchten ihm und füllten sie bis zum Rand. Dann sagte Jesus: „Schöpft jetzt etwas Wasser aus einer der Krüge. Bringt es dem Mann, der die Gäste bewirten soll!“
Auch das taten die Diener. Und was stellten sie fest? Das Wasser hatte sich in Wein verwandelt. Keiner hatte eine Ahnung, woher dieser Wein plötzlich kam. Außer den Diener natürlich.
Der Bräutigam wurde gerufen, und man sagte zu ihm: „Welch herrlichen Wein haben wir nun! Der ist noch besser als der Wein, den wir zuerst getrunken haben. Du hast den besten Wein bis zuletzt aufgehoben!“
Dieses Wunder tat Jesus in Kana und zeigte damit, wieviel Macht er hatte. Und seine Freunde glaubten an ihn.
(nach Johannes 2, 1-11)
Wortverzeichnis
die Hochzeit – весілля;
einladen – запрошувати;
der Gastgeber – господар;
der Wein – вино;
aufgeben – відмовитися;
der Diener – слуга;
der Tonkrug – глечик;
gehorchen – слухатися, коритися;
schöpfen – черпати, набирати;
bewirten – пригощати, частувати;
verwandeln – перетворювати;
keine Ahnung haben – не мати уяви про щось;
der Bräutigam – наречений;
aufheben – зберігати.
Die Aufgaben zum Text.
Beginnen Sie so:
Pankiwzy, den 10.November
Meine liebe…/Mein lieber…,
vor kurzem habe ich die Geschichte über die Wunder von Jesus in einer Hochzeit gelesen. Ich möchte dir über diese Wunder erzählen….
Mit herzlichen Grüßen,
deine…/dein…
Jesus heilt einen gelähmten Mann
Jesus war in ein Haus eingekehrt und unterhielt sich mit vielen Leuten. Er erzählte ihnen von Gott. So viele Leute wollten ihm zuhören, dass kein Platz mehr blieb. Bis vor die Tür standen die Menschen.
In dieser Stadt lebte auch ein gelähmter Mann. Er musste den ganzen Tag in seinem Bett liegen. Seine vier Freunde halfen ihm immer. Als sie hörten, dass Jesus in der Stadt war, dachten sie: „Jesus kann ihn bestimmt gesund machen!“ Schnell trugen sie den Mann auf seinem Bett zu dem Haus, in dem Jesus war. Aber ach, da waren so viele Leute! Sie konnten gar nicht zu Jesus kommen.
Auf einmal hatten sie eine Idee! Das Haus hatte ein flaches Dach. Da hinauf brachten die Männer ihren Freund. Dann machten sie ein Loch in das Dach. Sie nahmen Seile und banden sie am Bett fest. Dann ließen sie den Gelähmten auf seinem Bett durch das Loch hinunter. Da lag der Mann nun. Genau vor Jesus.
Jesus sah ihn an und dachte: Ja, dieser Mann glaubt fest, dass ich ihn gesund machen kann. Deshalb sagte Jesus zu ihm: „Deine Sünden sind dir vergeben!“ Alle Leute im Haus hörten das. Auch die jüdischen Religionslehrer, die dort waren. Sie wurden böse. „Nur Gott kann Sünden vergeben! Wie kann Jesus so etwas sagen?“
Da schaute Jesus sie an und sprach: „Warum sagt ihr so etwas? Ich will euch etwas fragen. Was ist einfacher zu sagen: „Deine Sünden sind dir vergeben“ oder „Steh auf und gehe umher?“ Ich habe das Recht, Sünden zu vergeben. Das beweise ich euch jetzt“.
Jesus drehte sich um und sagte zu dem Gelähmten: „Steh auf, nimm dein Bett und gehe nach Hause!“ Da stand der gelähmte Mann plötzlich auf. Er nahm seine Matte und ging nach Hause. Alle Leute konnten es sehen. Auf seinem Weg nach Hause dankte er Gott. Auch die anderen Leute staunten. Sie riefen: „Was für wunderbare Dinge haben wir heute gesehen!“
(nach Lukas 5, 17-26)
Wortverzeichnis
einkehren – заходити; зупинятися;
sich unterhalten – розмовляти;
gelähmt – паралізований;
das Loch – дірка;
die Sünde – гріх;
Sünden vergeben – відпускати гріхи, пробачати;
Recht haben – мати право;
beweisen – доводити, доказувати.
Die Aufgaben zum Text.
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Jesus macht viele hungrige Leute satt
Einmal wollte Jesus für einige Zeit allein sein. Er nahm ein Bott und fuhr weit auf den See Genezareth hinaus. Aber alle Leute erfuhren davon. Sie wollten bei Jesus ein. Ganz schnell liefen sie um den See herum. Sie waren sogar noch schneller und warteten am anderen Ufer auf Jesus. Da hatte er Mitglied mit den vielen Menschen. Jesus heilte alle, die krank waren, und er hielt eine lange Rede.
Bald aber wurde es dunkel. Da kamen die Jünger zu Jesus und sagten: „Es ist schon spät. Schick doch die Leute nach Hause. Sie müssen ja noch Abendbrot essen“.
Jesus antwortete seinen Freunden: „Sie brauchen nicht zu gehen. Ihr könnt ihnen doch zu essen geben!“ „Wie sollen wir das tun? Wir haben nur fünf Brote und zwei Fische. Das reicht doch nicht!“ Jesus wusste, was zu tun war. Er sagte: „Bringt mir das, was ihr habt!“
Sie brachten die fünf Brote und zwei Fische zu ihm. Alle Leute mussten sich hinsetzen. Dann nahm Jesus die Brote und die Fische in die Hand und dankte Gott dafür.
Er brach die Brote in Stücke. Jetzt konnten die Jünger das Essen austeilen. Jeder bekam, so viel er wollte. Jeder wurde satt. Und es blieb sogar noch etwas übrig. Zwölf Körbe voll. Und dabei hatten mehr als fünftausend Menschen davon zu essen gehabt.
(nach Matthäus 14, 13-21)
Die Aufgaben zum Text.
Jesus geht auf dem Wasser
_____(1) Jesus den Menschen zu essen gegeben hatte, sagte er zu seinen Jüngern: „Steig schon einmal _____(2) Bott und fahrt los“. Dann stieg Jesus allein _____(3) einen Berg, um zu beten. Langsam wurde es dunkel. Die Jünger waren mit dem Boot schon mitten auf dem See. _____(4) war stürmisch.
Sie waren _____(5) ganze Nacht schon unterwegs. Es wurde Morgen. Auf einmal kam Jesus ihnen entgegen. Seine Füße _____(6) auf dem Wasser.
Die Jünger sahen ihn und bekamen _____(7) großen Schrecken. „Es ist ein Gespenst!!!“ riefen sie. Sie schrien ganz laut, weil sie solche Angst hatten. Da sprach Jesus sie an: „Ihr müsst _____(8) Angst haben! Ihr kennt mich doch! Ich bin es, Jesus!“
Petrus traute seinen Augen nicht. Er rief: „Jesus, bist du es wirklich? Ich will auch zu dir aufs _____(9) kommen!“
Jesus sagte: „Komm nur!“ Petrus stieg aus dem Bott und ging Jesus auf dem Wasser entgegen. Es stürmte immer noch. Da bekam Petrus plötzlich Angst vor den Wellen. Er begann zu sinken. „Herr, rette mich!“ rief er _____(10).
Da hielt Jesus ihn fest und zog_____(11) aus dem Wasser. Er sagte zu Petrus: „Du hast zu wenig _____(12)! Warum hast du gezweifelt?“
Dann stiegen beide _____(13) Boot, und auf einmal ließ der Wind nach. Die Jünger staunten sehr. Sie warfen sich vor Jesus nieder und sagten: „Du bist wirklich der Sohn _____(14)!“
(nach Matthäus 14, 22-33)
Wortverzeichnis
der Schrecken – переляк;
das Gespenst – привід, примара;
sinken – падати, опускатися;
zweifeln – сумніватися.
Die Aufgaben zum Text.
Wortliste
Den Menschen zu essen geben, ins Boot steigen, mitten auf dem See, die ganze Nacht, auf dem Wasser gehen, einen großen Schrecken bekommen, „Es ist ein Gespenst!!!“, Angst haben, aufs Wasser, aus dem Boot steigen, Angst vor den Wellen, aus dem Wasser ziehen, zu wenig Glauben, zweifeln, sich niederwarten, „Du bist wirklich der Sohn Gottes!“
Jesus |
Junger |
Den Menschen essen geben |
Ins Boot steigen |
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Ein Freund von Jesus stirbt
Lazarus wohnte in einem Dorf mit dem Namen Bethanien. Er hatte zwei Schwestern. Sie hießen Maria und Martha. Eines Tages wurde Lazarus sehr krank. Es sah aus, als müsse er sterben. Wenn nur Jesus da wäre! Der könnte ihn sicher wieder gesund machen!
Da schickten Maria und Martha einen Mann zu Jesus. Der sollte sagen: „Herr Jesus, Lazarus, dein Freund, ist schwer krank. Komm doch bitte schnell!“
Jesus wollte aber noch nicht kommen. Er sagte: „Lazarus wird von dieser Krankheit nicht sterben. Gott will euch etwas zeigen“. Dann schickte er den Mann weg.
Erst nach zwei Tagen machte er sich selbst auf den Weg nach Bethanien. Die Jünger wären lieber nicht gegangen. Bethanien war so nahe bei Jerusalem. Und in Jerusalem wohnten schlechte Menschen, die Jesus Böses antun wollten. Aber Jesus wollte trotzdem hingehen. Er sagte: „Zwölf Stunden am Tag ist es hell. Wer sicher laufen will, muss diese Zeit nutzen. Denn nur bei Tageslicht sieht er den Weg. Wer nachts unterwegs ist, wird sich in der Dunkelheit verirren.“
Jesus wusste schon, dass Lazarus gestorben war. Aber er sagte zu seinen Jüngern: „Lazarus, unser Freund, schläft. Und ich werde hingehen, um ihm aufzuwekken“. Die Jünger verstanden das nicht. Sie sagten: „Herr, wenn er schläft, dann wird er wieder gesund werden. Schlafen ist gut einen für Kranken.“ Und sie dachten: Dann ist es doch gar nicht nötig, dass wir diese gefährliche Reise machen.
Jesus merkte, dass sie ihn nicht verstanden hatten. Da sagte er ihnen ganz deutlich: „Lazarus ist gestorben.“ Die Jünger erschraken. Jetzt kann Lazarus nicht mehr geholfen werden. Jesus wusste, was die Jünger dachten. Er sagte zu ihnen: „Es ist noch nicht zu spät. Jetzt wollen wir zu ihm gehen. Ihr sollt lernen, dass ihr mit vertrauen könnt“.
Dann machten sich die Jünger mit Jesus zusammen auf den Weg.
(nach Johannes 11, 1-16)
Die Aufgaben zum Text.
Die Sätze |
Richtig |
Falsch |
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Jesus |
Maria und Martha |
Jünger |
Wollte noch nicht kommen |
Schicken einen Mann |
Wären lieber nichtgegangen |
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Jesus besucht das Haus von Lazarus
Als Jesus nach Bethanien kam, lag Lazarus schon vier Tage im Grab. Maria und Martha waren sehr traurig. Viele Leute kamen, um sie zu trösten.
Jemand erzählte ihnen: „Jesus kommt auch.“ Da stand Martha auf und ging Jesus entgegen. Maria aber blieb zu Hause.
Als sie ihn sah, sagte sie zu ihm: „Herr, wo warst du? Wenn du bei uns gewesen wärst, wäre Lazarus nicht gestorben! Aber ich weiß, dass Gott alles tun wird, um was du ihn bittest“.
Jesus antwortete ihr: „Dein Bruder wird wieder leben.“
Martha sagte: „Ich weiß! Am letzten Tag, am Tag der Auferstehung, da wird er wieder leben“.
Aber Jesus sagte: „Ich bin derjenige, der Menschen vom Tode auferweckt und der Leben gibt. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt. Und jeder der lebt und sich auf mich verlässt, wird niemals sterben. Glaubst du mir das?“
Martha rief: „Natürlich glaube ich dir das! Du bist der Sohn des Gottes! Wir haben auf dich gewartet! Die Propheten haben von dir erzählt.“
Da ging Martha zu Maria. Sie nahm sie zur Seite.
Martha erzählte Maria, dass sie mit Jesus geredet hatte. Jesus wollte auch mit ihr reden. Sofort stand sie auf und ging zu ihm.
Alle Leute folgten ihr. Sie dachten, dass sie zum Grab gehen wollte. Sie wollten auch dort bei ihr sein, um sie zu trösten.
(nach Johannes 11, 17-31)
Wortverzeichnis
trösten – утішати;
vom Tode auferwecken – воскреснути від смерті;
Die Aufgaben zum Text.
Z.B.:
- Jemand erzählte ihnen: „Jesus kommt auch.“ – Jemand erzählte ihnen, dass Jesus auch kommt.
Jesus macht Lazarus wieder lebendig
Maria kam zu Jesus. Sie fiel vor ihm auf die Knie und rief: „Wenn du bei uns gewesen wärst, wäre Lazarus nicht gestorben!“
Jesus sah, dass Maria weinte. Er sah, dass auch die anderen Leute weinten. Da wurde er sehr ärgerlich und zugleich traurig.
Dann fragte er: „Wo habt ihr ihn begraben?“ Sie zeigten es ihm.
Jesus weinte auch.
Manche der Leute, die herumstanden, sagten: „Seht, wie sehr er Lazarus lieb gehabt hat!“ Andere aber sagten: „Jesus konnte doch einen Blinden gesund machen. Warum hat er es nicht mit Lazarus getan?“
All dies bewegte Jesus sehr. Er ging zum Grab. Es war eine Höhe, vor die ein großer Stein gerollt war. „Nehmt den Stein weg!“ befahl Jesus.
Martha rief: „Aber Jesus, das kannst du doch nicht machen! Lazarus ist doch schon vier Tage im Grab! Er riecht doch sicher schon ganz schrecklich!“ Aber Jesus blieb dabei: „Rollt den Stein weg!“
Zu Martha sagte er: „Glaube an mich, Martha, dann wirst du sehen, wie mächtig Gott ist!“
Ein paar Männer rollten den schweren Stein zur Seite.
Dann sah Jesus zum Himmel empor und sprach mit seinem Vater, der im Himmel wohnt: „Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast. Nun sollen die Leute hier erfahren, dass ich von dir komme“.
Jesus rief in das Grab hinein: „Lazarus, komm heraus!“
Und es geschah tatsächlich! Jemand kam aus dem Grab heraus. Ja, es war Lazarus! Sie konnten ihn genau erkennen. Alle Leute erschraken.
Aber Maria und Martha freuten sich. Der Bruder lebte wieder! Ja, jetzt glaubten sie, was Jesus gesagt hatte. Und viele von den anderen glaubten es auch.
Maria und Martha zogen Lazarus die Totenkleider aus und nahmen ihn mit nach Hause. Dort feierten sie ein großes Fest, weil ihr Bruder wieder lebte. Aber die anderen Menschen gingen zu den jüdischen Lehrern und erzählten ihnen, was Jesus getan hatte.
(nach Johannes 11, 32-44)
Wortverzeichnis
auf die Knie fallen – падати на коліна;
weinen – плакати;
ärgerlich – сердитий;
zugleich – водночас, разом з тим;
bewegen – схвилювати, зворушити;
die Höhle – печера;
der Stein – камінь;
befehlen – наказувати;
tatsächlich – насправді;
erschrecken – злякатися.
Die Aufgaben zum Text.
Eine überraschende Begegnung
Zwei der Jünger von Jesus gingen von Jerusalem nach Hause in ihr Dorf. Es hieß Emmanus und war ungefähr zwei Stunden von Jerusalem entfernt. Es war derselbe Tag, an dem Jesus auferstanden und Maria begegnet war.
Und sie sprachen unterwegs miteinander über alles, was passiert war. Als sie so sprachen und sich alles noch einmal erzählten, da kam Jesus selbst zu ihnen. Er ging mit ihnen den gleichen Weg. Aber ihre Augen waren wie blind. Sie merkten nicht, dass es Jesus war.
Er fragte sie: „Worüber sprecht ihr denn miteinander auf eurem Weg?“ Da blieben sie traurig stehen. Und der eine von ihnen, er hieß Kleopas, antwortete: „Du kommst doch aus Jerusalem. Du bist wohl der einzige, der nicht weißt, was in diesen Tagen dort passiert ist?“ Er fragte sie: „Was denn?“
Da erzählten sie ihm: „Das mit Jesus aus Nazareth! Der war doch ein Prophet. Er war mächtig mit seinen Taten und Worten, mächtig vor Gott und vor dem ganzen Volk. Die obersten Priester und unser Hoher Rat haben ihn zum Tod verurteilt und haben ihn ans Kreuz nageln lassen. Und wir hofften doch so sehr, dass er es ist, der das Volk Israel befreit. Heute ist schon der dritte Tag, seitdem das alles passiert ist. Und dann haben uns ein paar Frauen von uns durcheinandergebracht. Die gingen heute morgen zum Grab. Aber sie konnten seinen Leichnam nicht finden. Als sie zurückkamen, berichteten sie, dass sie auch noch Engel gesehen hätten. Und sie hätten gesagt: „Er lebt!“
Und dann gingen einige von uns hin zum Grab und fanden es genauso, wie die Frauen es gesagt hatten. Aber ihn selbst sahen wir nicht.“ Da sprach Jesus zu ihnen: „ O wie blind seid ihr in euren Herzen! Ihr wisst doch alles, was die Propheten über den versprochenen Retter gesagt haben. Könnt ihr es nicht glauben? Christus, der versprochene Retter, musste doch das alles leiden! Nur so kann er in seine Herrlichkeit kommen, auf seinen Thron bei Gott.“ Und dann fing er an bei Mose und bei allen Propheten und erklärte ihnen, was in der Heiligen Schrift über ihn geschrieben steht.
So kamen sie nahe an das Dorf, zu dem sie gingen. Und er tat so, als wollte er weitergehen. Aber sie baten ihn: „Bleib doch bei uns, denn es wird Abend, und der Tag geht zu Ende!“ So ging Jesus mit in ihr Haus und blieb bei ihnen. Und als er mit ihnen am Tisch saß, nahm er das Brot, dankte Gott dafür, brach es in Stücke und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und sie erkannten ihn. Aber da war er auch schon verschwunden, und sie sahen ihn nicht mehr.
Wortverzeichnis
entfernt – віддалений;
blind – сліпий;
der Prophet – пророк;
der Priester – священик;
der Leichnam – тіло мертвої людини;
Die Aufgaben zum Text.
10. Als sie erkannten Jesus, war er sehr schnell …
Das verlorene Schaf
A).Viele Menschen kamen zusammen, um Jesus zu hören. Da waren die Gesetzeslehrer. Und da waren ganz gewöhnliche Leute. Da waren auch andere, die keinen guten Ruf hatten. Alle anderen schauten sie nur von der Seite an. Besonders die Gesetzeslehrer ärgerten sich darüber, dass Jesus sich auch um diese Menschen kümmerte. Denn Jesus sprach freundlich mit ihnen.
B).Dann sagte Jesus: „Nun denkt einmal nach. Ihr freut euch so sehr über das wiedergefundene Schaf. Und hier stehen so viele Menschen, die sich von Gott entfernt haben und ihm ungehorsam geworden sind. Glaubt ihr nicht, dass Gott sich im Himmel riesig freuen wird, wenn ein Mensch zu ihm zurückkehrt?“
C).Sicherlich laßt er ihr die 99 anderen Schafe an einem sicheren Ort zurück, und dann sucht ihr das verlorene Schaf. Ihr gebt sicher nicht auf, bevor ihr es gefunden habt. Es ist doch euer Schaf! Wenn ihr es wiedergefunden habt, dann freut ihr euch riesig. Ihr nehmt es in den Arm und tragt es nach Hause. Dann geht ihr zu allen Nachbarn und Freunden und erzählt die Geschichte, weil ihr so froh seid. Und dann feiert ihr ein großes Fest. Und alle sind eingeladen“.
D).Jesus erzählte den Gesetzeslehrern eine Geschichte, um ihnen zu erklären, warum er das tat: „Stellt euch vor, ihr habt hundert Schafe. Auf einmal ist alles verschwunden. Was macht ihr dann?
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Jesus sucht Menschenfischer
Jesus kam aus der Wüste zurück und ging wieder nach Galiläa. Er blieb aber nicht in Nazareth, oben in den Bergen von Galiläa. Er wohnte unten am See Genezareth in dem Fischerdorf Kapernaum, das auch Kafarnaum heißt.
Und Jesus redete zu den Menschen. Er sprach: „Die Zeit ist da! Jetzt kommt Gott und bringt sein Reich. Kehrt um und glaubt diese gute Nachricht!“
Jesus stand am See, und die Menschen drängten sich dicht um ihn herum. Da sah er zwei Fischerboote im Wasser liegen. Die Fischer waren ausgestiegen und wuschen ihre Netze aus. Jesus stieg in eins der Boote hinein.
Das Boot gehörte Simon, der auch Petrus heißt. Und Jesus bat Simon, dass er mit dem Boot ein Stück vom Ufer wegfährt, auf das Wasser hinaus. Jesus setzte sich in das Boot und sprach zu den Menschen vom See aus. Danach sagte er zu Simon: „Nun fahr hinaus auf den See! Und dann werft ihr eure Netze aus, damit ihr Fische fangt!“
Da antwortete Simon: „Ach Meister, wir haben uns die ganze Nacht abgequält und haben nichts angefangen. Aber weil du es sagst, auf dein Wort hin, werfe ich jetzt die Netze noch einmal aus.“
So fuhren sie mit Jesus hinaus, Simon und seine Helfer, und sie warfen die Netze ins Wasser. Da fingen sie eine so große Menge Fische, dass die Netze zerrissen. Und sie winkten ihren Freunden in dem anderen Boot: „Kommt her und helft uns!“
Die kamen mit ihrem Boot, und sie zogen miteinander die Netze heraus. Und sie füllten die beiden Boote so voll Fische, dass sie fast untergingen. Als Simon Petrus das sah, warf er sich im Boot vor Jesus hin und sagte: „Herr, geh weg von mir! Ich bin ein sündiger Mensch, ein Mann ohne Gott!“
Denn er war so erschrocken wegen den vielen Fische, die sie gefangen hatten, und seine Helfer im Boot genauso. Und ebenso ging es seinen Freunden im anderen Boot, Jakobus und Johannes, den Söhnen von Zebedäus.
Da sprach Jesus zu Simon: „Fürchte dich nicht! Von jetzt ab fängst du Menschen.“
Sie ließen alles liegen und stehen und folgten Jesus nach als seine Jünger.
(Matthäus 4; Lukas 5)
Wortverzeichnis
die Wüste – пустеля;
das Fischerdorf – рибацьке село;
das Reich – імперія; правління;
drängen – скупчуватися;
der Meister – майстер;
abquälen – мучити;
erschrecken – злякати;
der Jünger – послідовник, апостол.
die Netze – сіті;
werfen – кидати;
sündig – грішний;
Menschen fangen – «ловити людей».
Die Aufgaben zum Text.
2.Teilen Sie den Text in Abschnitte! Betiteln Sie alle Abschnitte!
3. Erzählen Sie diesen Text nach!
4. Bilden Sie die Objektsätze aus den Sätzen, die direkte Rede haben.
z.B.: Er sprach: „Jetzt kommt Gott und bringt sein Reich“. – Er sprach, dass jetzt Gott kommt und sein Reich bringt.
Die anderen Brücken
Ein Kind besucht einen alten Mann. Der Mann ist ein Brückenbauer. Er baut Brücken über große Täler und über Flüsse.
„Du hast einen schönen Beruf“, sagt das Mädchen zum alten Brückenbauer. „Es muss schwer sein, Brücken zu bauen“.
„Wenn man es gelernt hat, ist es leicht“, sagt der alte Brückenbauer. „Es ist leicht, Brücken aus Beton und Stahl zu bauen. Andere Brücken zu bauen ist viel schwieriger“, sagt er, „die baue ich in meinen Träumen“.
„Welche anderen Brücken?“, fragt das Kind. Der alte Brückenbauer sieht das Kind nachdenklich an. Er weißt nicht, ob es ihn versteht. Dann sagt er: „Ich möchte eine Brücke bauen von der Gegenwart in die Zukunft. Ich möchte eine Brücke bauen von der Gegenwart in die Zukunft. Ich möchte eine Brücke bauen von einem Menschen zum andern, von der Dunkelheit ins Licht, von der Traurigkeit zur Freude. Ich möchte eine Brücke bauen von der Zeit in die Ewigkeit, hinweg über alles, was vergeht“.
Das Kind hört aufmerksam zu. Es hat nicht alles verstanden. Es merkt aber, dass der Brückenbauer traurig ist. Weil es ihn wieder froh machen will, malt es für ihn ein Bild. Es ist ein Regenbogen. „Hier, ich schenke dir meine Brücke.“ Da freut sich der alte Mann.
Viele Menschen möchten gerne eine bestimmte Brücke bauen. Eine Brücke zu Gott. Aber es gelingt ihnen nicht. Kein Mensch kann von sich aus zu Gott kommen. Aber Gott hat eine Brücke zu uns gebaut. An Weihnachten denken wir daran, wie Jesus als Kind geboren wurde. Gott hat ihn auf die Erde geschickt, damit er die Brücke zu Gott schlägt.
Schon ganz am Anfang der Bibel hat er den Menschen versprochen, dass er auf sie aufpassen will. Als Zeichen dafür gab er Noah den Regenbogen. Und in Jesus Christus hat er die Brücke ganz fest gemacht. Jetzt hat jeder die Möglichkeit, durch Jesus zu Gott zu kommen. Er muss nur dieser Brücke vertrauen. Sie hält!
Wortverzeichnis
die Brücke – міст;
der Traum – мрія;
der Regenbogen– веселка;
der Brückenbauer – майстер будівництва мостів;
die Gegenwart – сучасність;
die Ewigkeit – вічність.
Die Aufgaben zum Text.
in Träumen
Der unerkannte Gast
“Jesus Christus war schon immer da. Er hat ja die Welt erschaffen. Aber die Menschen haben ihn nicht erkannt. Jesus kam auf diese Erde. Doch die Menschen, die er geschaffen hatte, wollten nichts mit ihm zu tun haben.
Aber allen, die ihn aufnahmen und ihm Glauben schenkten, verlieh er das Recht, Kinder Gottes zu werden. Das werden sie nicht durch natürliche Geburt oder menschliches Wollen und Machen, sondern weil Gott ihnen ein neues Leben gibt.“
Aus der Bibel (nach Johannes 1, 10-13)
Diese Geschichte spielt vor langer Zeit. Die Wikinger fallen über England her. Sie kommen mit großen Schiffen. Alle Menschen haben Angst vor ihnen. Sie nehmen den Menschen alles ab. Sie töten sie und setzen Häuser und Kirchen in Brand.
Ein verkleideter König
Die Menschen versuchen, vor ihnen wegzulaufen. Nur König Alfred hat Mut, sie anzugreifen. Zuerst hat er mehrmals gesiegt. Dann aber gewinnen die Wikinger. Alfred muss sich verstecken. Seine Feinde verfolgen ihn und wollen ihn töten. Er flieht aus seinem Schloss und versteckt sich im Wald. Damit die Leute ihn nicht erkennen, verkleidet er sich. Nur wenige Menschen wissen, wer er ist.
Einer davon ist der Hirte Ulfric. Er liebt seinen König. Ulfric bittet den König, in seine Hütte zu kommen und dort zu wohnen. Aber seiner Frau erzählt er nicht, wer dieser Mann ist. Er hat Angst, dass sie es jemandem weitererzählt.
Ein verzweifelter König
König Alfred ist ganz verzweifelt. Stundenlang sitzt er am Tisch. Er denkt über sein verlorenes Königreich nach. Er überlegt, wie er die Wikinger vertreiben kann. Die Frau des Hirten weiß nicht, was sie mit diesem Mann anfangen soll. Er ist ein starker Mann, aber er sitzt den ganzen Tag am Tisch und denkt nach. Und wenn er etwas sagt, weiß sie nicht, dass es die Stimme ihres Königs ist.
Es gibt so viel zu tun. Warum ihr Mann diesen faulen Kerl wohl hier wohnen lässt? Sie wartet, bis ihr Mann weggegangen ist. Dann spricht sie mit dem Fremden: „Nun pass man auf, guter Mann! Du brauchst hier nicht nur herumzusitzen. Viel tun kannst du ja scheinbar nicht. Aber auf diesen Kuchen kannst du aufpassen. Während er im Ofen ist, gehe ich zum Brunnen. Wenn er braun ist, dann drehe ihn bitte um. Wenn er ganz braun ist, dann nimm ihn vom Herd!“
König Alfred sitzt vor dem Herd. Seine Gedanken sind bei seinen Soldaten. Er will die Wikinger besiegen…Plötzlich weckt ihn eine Ohrfeige auf. Dann riecht er es auch schon. Der Kuchen ist ganz schwarz und verbrannt. Die Frau des Hirten ist böse. „Kannst du noch nicht einmal auf den Kuchen aufpassen?“ schreit sie ihn an.
„Aber was machst du denn da?“ hört man plötzlich Ulfrics Stimme von der Tür her. Er merkt, dass er seine Frau nicht beruhigen kann. Deshalb sagt er: „Nun sei doch endlich still. Erkennst du denn deinen König nicht?“
Ein glücklicher König
Was dann passiert ist, wissen wir nicht. Wahrscheinlich hat es König Alfred leid getan, dass er nicht aufgepasst hat. Später hat er dann auch seine Feinde bekämpft und besiegt. Er kehrt zu seinem Schloss zurück und regiert noch viele Jahre. Alle Menschen lieben und achten ihn. Was Ulfric für ihn getan hat, vergisst er auch nicht. Er holt ihn von seinen Schafen weg und macht ihn zum Bischof. So wird sich Ulfrics Frau noch oft von dem König verneigt haben, den sie nicht erkannt hat, als er verkleidet zu ihr kam.
Wortverzeichnis
verkleiden – переодягатися;
der Hirte – пастух;
verzweifelt – зневірений;
vertreiben – проганяти; збувати;
anfangen – починати;
der Kerl – хлопець;
der Brunnen – криниця, джерела;
die Ohrfeige – ляпас;
der Bischof – єпископ.
Die Aufgaben zum Text.
der Positiv |
der Komparativ |
der Superlativ |
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z.B.:
N. ein neues Leben
G. eines neuen Lebens
D. einem neuen Leben
Akk. einen neuen Leben
1.Gott gab den Menschen ein neu… Leben.
2.Die Wikinger kommen mit groß… Schiffen.
3.König Alfred denkt über sein verloren…Königreich nach.
4.Er ist ein stark… Mann, aber er sitzt den ganzen Tag am Tisch und denkt nach.
5.Warum ihr Mann diesen faul… Kerl wohl hier wohnen lässt?
Katharina und Maxentius
Katharina war eine Königstochter in Ägypten. Sie lebte vor langer Zeit in der Stadt Alexandria. Damals herrschte dort der Kaiser von Rom. Er hieß Maxentius und war der mächtigste Mensch der Welt.
Eines Tages besuchte er seine Stadt Alexandria. Er hatte erfahren, dass Katharina eine Christin war. Deswegen ließ er sie zu sich kommen. Sie sollte ihm von Jesus erzählen.
Katharina kannte viele Geschichte von Jesus. Der Kaiser hörte aufmerksam und gespannt zu. Ihm gefiel das, was Jesus unter den Menschen getan hatte. Alle seine Ratgeber wunderten sich über das Verhalten des Kaisers. Er hatte nämlich in den vergangenen Jahren die Christen verfolgt – und sogar viele getötet.
Katharina erzählte vom Leben Jesu und von seinem Sterben. Schließlich erzählte sie auch davon, dass Jesus von den Toten auferstanden ist. „Von den Toten auferstanden?“ fragte der Kaiser verblüfft. Katharina nickte. Da lachte der Kaiser laut auf und rief: „Das will ich dir nur glauben, wenn du aus einem toten Stein neues Leben erwecken kannst.“
Katharina ging traurig davon. Aber dann kam ihr eine Idee. Sie kaufte von einem Bauern ein beinahe ausgebrütetes Entenei. Damit ging sie am nächsten Tag zum Kaiser. „Na, willst du es versuchen?“ spottete der. Sie nahm das Ei und hielt es ihm entgegen.
Die junge Ente riß von ihnen einen Spalt in die Schale. Der Kaiser sah geduldig zu, wie das kleine Tier sich aus dem Ei befreite. Sein Gesicht veränderte sich. Er spottete nicht mehr. „Scheinbar tot“, sagte Katharina. „Scheinbar tot und doch Leben“. Noch lange erzählte man sich, wie nachdenklich der Kaiser durch dieses Beispiel geworden war.
So ist das Ei zum Osterei geworden als Zeichen für das Wunder an Ostern: Jesus Christus ist von den Toten auferstanden. Er lebt!
Wortverzeichnis
herrschen – панувати, володіти;
mächtigste – найвпливовіший;
die Ratgeber –радники;
das Verhalten –поведінка;
verfolgen – переслідувати;
töten – вбивати;
auferstehen – воскреснути;
verblüfft – спантеличений;
erwecken – пробудити;
beinahe –майже, трохи не;
spötteln – насміхатися;
der Spalt – щілина, тріщина;
scheinbar – очевидно.
Die Aufgaben zum Text.
10. So ist das Ei an … geworden.
Vom verlorenen Sohn
A). Da besann er sich und sagte: „Mein Vater hat so viele Arbeiter, und alle haben genug zu essen, mehr als genug. Und ich sitze hier und hungere. Ich mache mich jetzt auf den Weg und gehe zu meinem Vater.
Ich sage zu ihm: Vater, es war falsch, dass ich weggegangen bin von dir. Ich habe gesündigt gegen Gott und gegen dich. Ich bin zu schlecht, ich kann nicht mehr dein Sohn sein. Nimm mich als Arbeiter auf deinen Hof.“
C).Jesus erzählte eine Geschichte. Er sagte: „Ein Mann hatte zwei Söhne. Eines Tages sagte der jüngere von ihnen zu seinem Vater: „Vater, gib mir jetzt alles, was ich einmal von dir erbe!“ Da gab ihm der Vater seinen Teil. Es dauerte nicht lange, da nahm der jüngere Sohn sein ganzes Geld und zog weit weg in ein anderes Land.
E).Dort feierte er jeden Tag und gab alles aus, was er hatte, mit beiden Händen. Bald hatte er nichts mehr übrig. Und da kam auch noch eine große Hungersnot über das Land. Es gab nichts zu essen und zu trinken, und es ging ihm sehr schlecht. Er fing an zu hungern.
Da bettelte er einen Mann an, der dort wohnte, er solle ihm doch helfen. Der Mann schickte ihn hinaus auf seine Felder, die Schweine zu hüten. Und er hätte so gern das Schweinefutter gegessen, weil er so hungrig war. Aber die Leute erlaubten es ihm nicht.
B).Aber der Vater sprach zu seinen Dienern: „Schnell, bringt das beste Kleid heraus, das wir haben, und zieht es ihm an. Steckt ihm einen Ring an den Finger und zieht ihm Schuhe an seine Füße. Und holt das Kalb aus dem Stall, das wir fettgefüttert haben, und schlachtet es. Wir wollen essen und feiern und uns freuen. Denn mein Sohn war tot und ist wieder lebendig, er war verloren und ist wiedergefunden!“
Und sie fingen an zu feiern.“
D).So machte er sich auf den Weg und ging zurück zu seinem Vater. Und als er noch ganz weit weg war, da sah sein Vater ihn schon kommen. Und es ging ihm ans Herz, wie er ihn so sah: barfuß und zerlumpt.
Da lief der Vater ihm entgegen und nahm ihn in die Arme und küsste ihn. Der Sohn sagte: „Vater, ich habe gesündigt gegen Gott und gegen dich. Ich bin es jetzt nicht mehr wert, dass ich dein Sohn bin.“
(Die Bibel, Lukas 15, 11-24)
Wortverzeichnis
erben – успадковувати;
ausgeben – видавати; витрачати;
betteln – жебрачити;
sich besinnen – згадувати;
sündigen – грішити;
barfuß – босоніж;
das Kalb – теля.
Die Aufgaben zum Text.
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Warum feiern wir eigentlich Weihnachten?
Weihnachten. Woran denken wir, wenn wir dieses Wort hören? An Geschenke? Oder an Schnee? Oder an den Weihnachtsmann? Bestimmt aber denken wir an etwas Schönes. Denn dieser Tag ist ein ganz besonderer Tag.
Was feiern wir eigentlich an Weihnachten? An Weihnachten erinnern wir uns an Jesus. Daran, dass er auf diese Welt kam. Und dass er in einem Stall geboren wurde. Gott wurde Mensch
Die meisten Menschen, die damals gelebt haben, haben davon gar nichts gemerkt. Und für die Mutter von Jesus, Maria, war die Geburt bestimmt nicht leicht. Maria und Josef hatten ja keinen Platz mehr in einem Gasthaus bekommen. Deshalb mussten sie in einem Stall übernachten.
Dort nun wurde Jesus geboren. Und wer ist Jesus? Jesus ist der Sohn Gottes. In Jesus kam der große Gott uns ganz nahe. Der Gott, der Himmel und Erde gemacht hat, wurde Mensch. Dies ist das größte Wunder, das jemals geschehen ist. So lieb hat uns Gott, dass er dies für uns getan hat.
Der Weg zu Gott ist wieder frei
Wie es mit Jesus weiterging, können wir im Neuen Testament nachlesen. Und im letzten Heft vom „kleinen Weg“ haben wir ja schon davon gesprochen, was das Ziel seines Lebens war. Jesus wurde ans Kreuz genagelt. Jesus starb für uns Menschen. Er nahm alle unsere Schuld und Sünde auf sich. Und er ist wieder von den Toten auferstanden. Dadurch ist der Weg zur Gott nun frei. Jeder kann sein Leben jetzt gemeinsam mit Gott leben. Dies alles hat am ersten Weihnachtsfest, mit der Geburt Jesu angefangen. Ganz unbemerkt. Ohne dass viele Menschen dabei waren. Und doch hat es die Geschichte der Menschheit völlig verändert.
Das größte Geschenk: Jesus Christus
Wenn wir Weihnachten feiern, denken wir an Jesu Geburt. Auch in unserer Zeitrechnung richten wir uns danach. Heute leben wir im 2013 Jahr nach Jesu Geburt. So wichtig ist das, was sich damals ereignet hat. Und die Leute wollten dies nicht vergessen. Deshalb haben sie das Weihnachtsfest gefeiert. Entweder am 25.Dezember, wie in den meistern Ländern, oder nach dem orthodoxen Kalender am 6.Januar.
Heute denken an diesen Tagen aber leider nicht mehr viele Menschen an Jesus. Für sie ist es nur noch ein schönes Fest. Man feiert es unter dem Weihnachtsbaum, der mit viele Kugeln und Kerzen geschmückt ist. Man schenkt sich schöne Geschenke und singt einige Weihnachtslieder. Auch ein schönes gemeinsames Essen gehört dazu. Weihnachten ist oft der einzige Tag, an dem die ganze Familie zusammen ist.
Ihr feiert Weihnachten bestimmt anders und vielleicht zu einem anderen Termin. Aber es ist egal, wie und wann wir das Fest feiern. Wichtig ist, dass wir dabei nicht vergessen, warum wir es feiern. Und wenn ihr ein schönes Geschenk bekommt, denkt daran: Jesus war das größte Geschenk Gottes für uns Menschen – für dich und für mich.
Wortverzeichnis
sich erinnern an Akk. – згадувати;
der Stall – стайня;
übernachten – переночувати;
das Neue Testament – Новий Заповіт;
das Kreuz – хрест;
Die Aufgaben zum Text.
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Sohn |
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Menschen |
Beginnen Sie so:
Pankiwzy, den 28.November
Meine liebe…/Mein lieber…,
vor kurzem habe ich die Geschichte über Weihnachten gelesen. Ich möchte dir über dieses Fest erzählen….
Mit herzlichen Grüßen,
deine…/dein…
“Weiße Weihnachten”
Aufgeregt kommt Lisa nach Hause gerannt. „Mama, weißt Du, was ich gerade gesehen habe?“ fragt sie ihre Mutter. „Nein, aber erzähl doch mal!“ sagt die Mutter voller Neugier. „Die ersten Schneeflocken für diesen Winter! Leise rieselten sie zur Erde. „Ob wir wohl doch noch weiße Weihnachten haben werden?“ „Mal sehen“ ruft Mutter, „es ist ja nur noch eine Woche bis dahin. Vielleicht bleibt der Schnee ja liegen. Das wäre doch schön!“
Schon seit Wochen warten Peter und Lisa auf Weihnachten. Vor Spannung können sie es schon gar nicht mehr aushalten. Anfang Dezember schon hatten sie ihre Geschenklisten ans Christkind geschickt. Natürlich glaubten sie nicht mehr daran, dass das Christkind wirklich die Geschenke bringt. Die kaufen Mama und Papa. Aber trotzdem erinnern sie sich noch gerne an die Zeit, als sie voller Spannung am Heiligen Abend vor der Zimmertüre saßen, während das Christkind die Geschenke brachte. Erst als die Kerzen im Zimmer angezündet waren, durften sie reinkommen. Welch ein Glanz das immer war! Auch dieses Jahr soll es wieder so werden. Ach, sie können es gar nicht erwarten!
Wortverzeichnis
aufgeregt – схвильовано, неспокійно;
rieseln – падати, сипатись (про сніжинки);
aushalten – витримувати, терпіти;
die Geschenkliste – папір, на якому записують подарунки-бажання;
die Kerze – свічка;
anzünden – запалювати (свічку);
erwarten – чекати, очікувати.
Die Aufgaben zum Text.
1. Lisa kommt nach Hause und spricht mit ihrer Mutter.
2. Draußen regnet es.
3. Peter und Lisa warten auf Weihnachten.
4. Anfang Dezember hatten die Kinder ihre Geschenklisten ans Christkind geschickt.
5. Die Großeltern kaufen für sie viele Geschenke.
A)Weihnachten.
B)Weihnachten gesehen.
C)wieder so werden.
D)dass das Christkind wirklich die Geschenke bringt.
E) auf die Winterferien.
Ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt
Am Samstag gingen Peter und Lisa mit ihren Eltern auf den Weihnachtsmarkt. Was es hier nicht alles zu kaufen gab! Voller Interesse gingen sie von Bude zu Bude. Spielsachen, Weihnachtsschmuck, Plätzchen und Schokolade – alles konnte man kaufen. Leider aber hatten sie jetzt kein Geld mehr. Sie hatten schon alles für Geschenke ausgegeben. Trotzdem, es war auch schön, einfach einmal zuzusehen. Sie hörten der Musikkapelle zu, die Weihnachtslieder spielte. Dann sahen sie auch den Nikolaus, der den jüngeren Kindern ein kleines Geschenk überreichte. Ein schöner Duft nach gerösteten Mandeln lag in der Luft. Mmmh, das roch gut!
Es wurde schon langsam dunkel, als die beiden mit ihren Eltern bei dem Weihnachtsbaumverkäufer vorbeikamen. „Nun ist es schon wieder so spät“, ärgerte sich der Vater, „und ich kann die Weihnachtsbäume gar nicht mehr richtig sehen. Peter!, hilf mir mal beim Aussuchen.“ Schnell sprang Peter zu seinem Vater. Weihnachtsbäume aussuchen, das machte Spaß. Nach einiger Zeit hatten sie den richtigen gefunden. Nicht zu groß und nicht zu klein sollte er sein. Der Verkäufer packte ihnen den Weihnachtsbaum in ein Netz ein. Jetzt konnten sie ihn gut nach Hause tragen.
Wortverzeichnis
die Bude – маленький дерев’яний будиночок;
ausgeben – витрачати;
die Musikkapelle – група, яка грає музику;
die Mandel – мигдаль;
vorbeikommen – проходити повз.
Die Aufgaben zum Text.
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Der große Tag kommt näher
Am Sonntag waren sie immer in der Kirche. Auch hier war alles schön geschmückt. Die Kinder aus dem Kindergottesdienst und dem Kindergarten führten ein Krippenspiel auf. Besonders lustig war dabei der Esel. Den spielten nämlich Fritz und Rudi. Beinahe wären sie noch über ihre eigenen Füße gestolpert! Das wäre ja etwas geworden!
Die letzten Tage vor Weihnachten waren wie immer voller Arbeit. Die letzten Geschenke mussten noch fertig gemacht werden. Mama backte noch einmal Plätzchen, und die Kinder warteten auf den Donnerstag. Dann hörte nämlich die Schule auf, und es gab drei Wochen Winterferien. Darauf freuten sie sich schon sehr. In den letzten Tagen war in der Schule aber auch nicht mehr viel los. Die Lehrer erzählten Geschichten über Winter und Weihnachten, und es wurde nur noch wenig gelernt. Aber die große Weihnachtsfeier am Mittwoch war natürlich wieder spitze. Diesmal hatte sich der Schulleiter als Nikolaus verkleidet. „Das steht ihm gut“, dachte Lisa, „so könnte er eigentlich das ganze Jahr über umherlaufen!“
Wortverzeichnis
schmücken – прикрашати;
das Krippenspiel – святкова вистава про народження Ісуса Христа;
der Esel – ослик;
stolpern – спотикатися;
aufhören – закінчуватися;
spitze – дуже добре;
sich verkleiden – переодягатися.
Die Aufgaben zum Text.
1. Beantworten Sie die Fragen!
A)hatten wir viel zu tun.
B)groß und spitze.
C) den Fritz und Rudi spielten.
D) in der Kirche.
E) kauften wir viele Geschenke.
Endlich Schnee!
Am Freitag hatte sich Peters und Lisas Wunsch dann doch erfüllt. Draußen wunde es weiß. Dichte Schneeflocken wehten über die Straßen und Felder. „Dies sind die ersten weißen Weihnachtstage in den letzten fünf Jahren“, sagte Mutter. „Bisher war es immer zu warm gewesen. Gut, dass wir jetzt einmal wieder weiße Weihnachten verbringen können.“ Auch der Vater stimmte ihr zu. Als er noch jung war, hatte es fast immer weißen Weihnachten gegeben. Das Wetter spielte in letzter Zeit immer mehr verrückt.
Endlich war der Heilige Abend da. Nach dem Gottesdienst am späten Nachmittag und einem schönen Essen saßen alle vier Familienmitglieder unter dem Weihnachtsbaum. Vater hatte den Weihnachtsbaum am Vormittag ins Haus gebraucht und anschließend mit Kugeln und Kerzen geschmückt. „Das ist meine Aufgabe“, sagte Vater immer, „da lasse ich sonst keinen dran.“ Wunderschön sah der Baum aus, das musste man Vater ja lassen. Er verstand etwas davon, den Baum schön zu schmücken. Lisa spielte zwei Weihnachtslieder auf der Blockflöte, und dann sagten alle zusammen einige Lieder zur Gitarre. Sie sangen von Jesus und seiner Geburt in Stall von Bethlehem. Wie gut, dass Jesus bereit gewesen war, auf die Erde zu kommen. Ohne ihn gäbe es jetzt keinen Grund, Weihnachten zu feiern!
Unter Peters Weihnachtsgeschenken war diesmal ein neuer Schlitten. „Schön, dass wir jetzt auch den Schnee dazu haben“, meinte Vater, „dann brauchst du nicht auf dem Trockenen zu üben.“ Am zweiten Weihnachtstag ging es also hinaus. Mit dem Auto fuhren sie an den Rauhenberg. Dort konnte man gut Schlitten fahren. „Uuuih, wie das fetzt“, rief Peter. „Der neue Schlitten ist echt `ne Wucht. Danke!“ Lisa hielt nicht so viel vom Schlittenfahren. Sie fuhr lieber Schlittschuh. Dazu musste der Weiher im Ort aber erst einmal gut zufrieren. Wie gut, dass die Winterferien ja erst angefangen hatten. Da blieben noch ein paar schöne Wochen übrig. „Hoffentlich aber bleibt es kalt“, dachte sie, „sonst können wir doch nur auf dem Trockenen üben!“
Wortverzeichnis
wehen – віяти;
verrückt spielen – бути ненормальним;
der Schlitten – сани;
fetzen – бігти;
ne Wucht – фантастична річ.
Die Aufgaben zum Text.
1. Finden Sie die passenden Satzpaare.
Am Freitag wehten dichte…(1).Nach dem …(2)saßen alle vier Familienmitglieder unter dem Weihnachtsbaum. Der…(3)wurde von dem Vater geschmückt. Am zweiten Weihnachtstag …(4) sie mit dem Auto an den Rauhenberg. Dort konnte man gut…(5)fahren.
Weihnachten
Mark und Straßen steh´n verlassen,
still erleuchtet jedes Haus;
sinnend geh durch die Gassen,
alles sieht so festlich aus.
An den Fenstern haben Frauen
Buntes Spielzeug fromm geschmückt,
tausend Kindlein steh´n und schauen,
sind so wunderstill beglückt.
Und ich wandre aus den Mauern
Bis hinaus ihn freie Feld.
Hehres Glänzen, heilges Schauern,
wie so weit und still die Welt!
Sterne hoch die Kreise schlingen;
Aus des Schnees Einsamkeit
Steigt´s wie wunderbares Singen.
O du gnadenreiche Zeit!
Anbetung
Wir sind mit unserer Königsmacht
Schwermütig hergeritten.
Es schneite auf uns Tag und Nacht,
auf Mann und Pferd und Schlitten.
Die Tür geht auf, es summt der Wind,
wir beugen unsern Rücken,
da wir die Krippe und das Kind
im Dämmerlicht erblicken.
Hier ist Gold, der Weihrauch hier
und hier, o Kind, die Myrrhen.
Du lächelst und schon fühlen wir,
wie wir uns ganz verwirren.
Wir haben anderes dich geglaubt.
Nun treten wir ins Dunkel
Und hebe ab von unserm Haupt
Der der Kronen Goldgefunkel.
Das Wissen von der bunten Welt,
vom Meer und seinen Häfen,
von Mond und Stern am Himmelszelt,
wir streifen´s von den Schläfen.
Das Ich, das trotzig sich erschuf
Über den andern allen,
will nun wie ein verlorner Ruf
im Innersten verhallen.
Wir neigen unsers Alters Gram
auf deine kleinen Hände.
Und in dem Neigen wundersam
geht alle Not zu Ende.
Die Pferde draußen schütteln sich
und klirren mit den Glocken.
Und lautlos fallen Strich an Strich
darüberhin die Flocken.
In einem kleinen Apfel
In einem kleinen Apfel,
da sieht es lustig aus:
Es sind darin fünf Stübchen,
grad wie in einem Haus.
In jedem Stübchen wohnen
zwei Kerne, braun und klein,
sie schlafen dort und träumen
vom warmen Sonnenschein.
Und alle Apfelkerne,
die haben diesen Traum,
dass einst aus ihnen werde
ein neuer Apfelbaum.
Wenn wir den Apfel essen
dann kommen sie heraus,
wir tun sie in die Erde
im Garten vor dem Haus.
Dann wird aus jedem Kerne
ein Baum, der wächst heran,
ein Baum mit grünen Blättern
und vielen Äpfeln dran.
1.Beantworten Sie die Fragen!
- Wer schläft in jedem Stübchen?
- Wovon träumen die Apfelkerne?
- Warum könnten wir diese Apfelkerne mit uns verbunden?
- Was bedeutet für Sie das Wort „die Familie“?
Nun ist das Korn geschnitten
Nun ist das Korn geschnitten,
die Felder leuchten fahl,
ringsum ein tiefes Schweigen
im heißen Sonnenstrahl.
Verblüht ist und verklungen,
was duftete und sang,
nur sanft tönt von den Triften
der Herdenglockenklang.
Das ist, o Menschenseele,
des Sommers heilger Ernst,
dass du, noch eh'er scheidet,
dich still besinnen lernst.
Täglich zu singen
Ich danke Gott, und freue mich
Wie's Kind zur Weihnachtgabe,
Dass ich bin, bin! Und dass ich dich,
Schön menschlich Antlitz! habe;
Dass ich die Sonne, Berg und Meer,
Und Laud und Gras kann sehen,
Und abends unterm Sternenheer
Und lieben Monde gehen;
Und dass mit denn zu Mute ist,
Als wenn wir Kinder kamen
Und sahen, was der heil'ge Christ
Bescheret hatte, Amen!
Ich danke Gott mit Saitenspielen,
Dass ich kein König worden;
Ich wär geschmeichelt worden viel
Und wär vielleicht verdorben.
Auch bet' ich ihn von Herzen an,
Dass ich auf dieser Erde
Nicht bin ein groβer reicher Mann,
Und aus wohl keiner werde.
Denn Ehr' und Reichtum treibt und bläht,
Hat mancherlei gefahren,
Und vielen hat's das Herz verdreht,
Die weiland wacker waren.
Und all das Geld und all das Gut
Gewährt zwar viele Sachen;
Gesundheit, Schlaf und guten Mut
Kann's ader doch nicht machen.
Und die sind doch, bei Ja und Nein
Ein rechter Lohn und Segen!
Drum will ich mich groß kastei'n
Des vielen Geldes wegen.
Gott gebe mir nur jeden Tag,
So viel ich darf zum Leben.
Er gibt's dem Sperling auf dem Dach;
Wie sollt er's mit nichtgeben!
Frühlingsglaube
Es wandert eine schöne Sage
wie Veilchenduft auf Erden um,
wie sehnend eine Liebesklage
geht sie bei Tag und Nacht herum.
Das ist das Lied vom Völkerfrieden
und von der Menschheit letztem Glück,
von goldner Zeit, die einst hienieden,
der Traum als Wahrheit, kehrt zurück.
Wo einig alle Völker beten
zum Einen König, Gott und Hirt:
von jenem Tag, wo den Propheten
ihr leuchtend Recht gesprochen wird.
Dann wird's nur Eine Schmach noch geben,
nur Eine Sünde in der Welt:
Des Eigen-Neides Widerstreben,
der es für Traum und Wahnsinn hält.
Wer jene Hoffnung gab verloren
und böslich sie verloren gab,
Denn lebend wohnt er schon
im Grad.
Sommer
Am Abend schweigt die Klage
des Kuckucks im Wald.
Tiefer neigt sich das Korn,
der rote Mohn.
Schwarzes Gewitter droht
über dem Hügel.
Das alte Lied der Grille
erstirbt im Feld.
Nimmer regt sich das Laub
der Kastanie.
Auf der Wendeltreppe
rauscht dein Kleid.
Stille leuchtet die Kerze
im dunklen Zimmer;
eine silberne Hand
löschte sie aus;
windstille, sternlose Nacht.
Literaturverzeichnis
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